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Inklusive Spielplatzgestaltung: Wie man einen Raum für jedes Kind schafft

REDOX team12. Juli 2026

Was bedeutet es, einen inklusiven Spielplatz zu gestalten?

Ein inklusiver Spielplatz ist so gestaltet, dass Kinder unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Fähigkeiten und sensorischer Bedürfnisse gemeinsam spielen können, statt nur nebeneinander anwesend zu sein. Übliche Gestaltungselemente umfassen barrierefreie Wege zum und innerhalb des Spielplatzes, Spielmöglichkeiten auf Bodenniveau und auf erhöhten Plattformen, unterschiedliche Stufen körperlicher Herausforderung sowie ruhigere, sensorisch angepasste Bereiche. Anforderungen an Barrierefreiheit und verfügbare Lösungen unterscheiden sich je nach Markt, weshalb Details stets für das konkrete Projekt zu prüfen sind.

Einführung

Für die meisten Städte ist inklusives Spielplatzdesign kein Thema mehr, das erst diskutiert wird, nachdem das Hauptkonzept bereits feststeht. Es ist eine echte Planungspriorität, die bereits im ersten Gespräch über Standort, Budget und Bedürfnisse der Gemeinschaft berücksichtigt wird. Vergabestellen, Parkverwaltungen und gewählte Amtsträger erwarten zunehmend, dass ein Spielplatzprojekt eine einfache Frage beantwortet: Wer in dieser Gemeinschaft wird diesen Raum tatsächlich nutzen können, und wie gut?

Diese Frage verdient eine durchdachte Antwort, keine Marketingfloskel. Dieser Beitrag betrachtet inklusives Spielplatzdesign als Planungsdisziplin: was der Begriff tatsächlich bedeutet, welche Gestaltungselemente ihn üblicherweise unterstützen und worüber eine Stadt, Schule oder ein öffentlicher Auftraggeber vor Projektbeginn nachdenken sollten. Er umfasst allgemeine, herstellerunabhängige und marktübergreifende Branchengrundsätze und ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Barrierefreiheitsanforderungen, die für den Standort eines bestimmten Projekts gelten. REDOX plant und produziert im Rahmen seines regulären Angebots inklusive Spielausstattung, einschließlich Transferpunkten, Spiel auf Bodenniveau und sensorischer Elemente. Die folgende Betrachtung bleibt jedoch bewusst auf der Ebene allgemeiner Planungsgrundsätze und nicht auf der eines Produktkatalogs, denn Entscheidungen zum inklusiven Design sollten aus dem Standort und der Gemeinschaft eines bestimmten Projekts hervorgehen, nicht aus einer vorgegebenen Ausstattungsliste. Für einen umfassenderen Blick darauf, wie sich thematische und inklusive Spielkonzepte zu einem einheitlichen Design verbinden, siehe unseren Beitrag darüber, wie das Design von Themenspielplätzen funktioniert.

Was einen Spielplatz inklusiv macht

Inklusives Design versteht man am besten als Spektrum und Prozess, nicht als feste Zertifizierung oder ein Kästchen, das einmal angekreuzt und dann vergessen wird. Es gibt keinen einzelnen Moment, in dem ein Spielplatz "inklusiv" wird, so wie er beispielsweise strukturell konform mit einer bestimmten Abmessung aus einer Sicherheitsnorm wird. Stattdessen ist Inklusivität eine Qualität, der sich ein Projekt durch eine Reihe von Entscheidungen annähert: wie das Gelände nivelliert ist, welcher Bodenbelag gewählt wurde, wie Wege einzelne Spielbereiche verbinden, auf welcher Höhe welche Ausstattung steht und wie ruhig oder anregend einzelne Zonen des Spielplatzes sind.

Es lohnt sich, zwei Begriffe zu trennen, die oft synonym verwendet werden, tatsächlich aber unterschiedliche Dinge bedeuten. "Barrierefrei" bezieht sich im Allgemeinen auf den physischen Zugang: Kann eine Person, die einen Rollstuhl, einen Rollator oder ein anderes Mobilitätshilfsmittel nutzt, zum Spielplatz gelangen und sich dort angemessen bewegen? Es handelt sich um einen engeren, messbareren Begriff, eng verbunden mit Wegen, Bodenbelägen, Breiten, Neigungen und Eingangspunkten. "Inklusiv" ist ein weiterer Begriff. Neben dem physischen Zugang berücksichtigt er auch sensorische und kognitive Unterschiede und stellt die Frage, ob Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen und unterschiedlichen Spielstilen tatsächlich gemeinsam teilnehmen können, im selben Raum und zur gleichen Zeit, statt in getrennte Ecken des Spielplatzes verwiesen zu werden, die formal die Barrierefreiheitsanforderungen erfüllen, aber kein gemeinsames Spiel fördern.

Ein Spielplatz kann angemessen barrierefrei sein, ohne besonders inklusiv zu sein, wenn beispielsweise ein Kind im Rollstuhl den Standort erreichen kann, dort aber nichts vorfindet, das für es gestaltet wurde. Wirklich inklusives Design behandelt Zugang als Ausgangspunkt, nicht als Ziel, und stellt die Frage, was geschieht, nachdem das Kind angekommen ist.

Zentrale Gestaltungselemente für inklusives Spiel

Die folgenden Grundsätze gelten branchenweit. Es handelt sich nicht um eine Liste von REDOX-Produkten, und es wird nicht erwartet, dass jeder Spielplatz in jedem Projekt tatsächlich jedes der genannten Elemente enthält. Der Zustand des Standorts, das Budget, die Nutzerpopulation und lokale Richtlinien bestimmen gemeinsam, welche dieser Elemente für einen bestimmten Standort am wichtigsten sind.

Barrierefreie Wege und Zugangswege

Inklusivität beginnt, bevor ein Kind überhaupt zur Ausstattung gelangt. Der Weg vom Parkplatz, vom öffentlichen Verkehrsmittel oder vom Straßeneingang zum Spielplatz sowie die Wege, die einzelne Bereiche innerhalb des Spielplatzes verbinden, müssen ebenso sorgfältig durchdacht werden wie die Ausstattung selbst. Das bedeutet in der Regel einen festen, stabilen und rutschfesten Bodenbelag statt lockerer Materialien, die mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen schwer zu überqueren sind; eine ausreichende Wegbreite für Begegnungsverkehr, einschließlich Platz für ein bequemes Aneinandervorbeikommen mit anderen Nutzern; überwindbare Neigungen, besonders an Standorten mit natürlichem Geländegefälle; sowie klare, ungehinderte Verbindungen zwischen Eingang, Sitzgelegenheiten, schattigen Bereichen und der eigentlichen Spielausstattung.

Gerade an den Zugangswegen scheitern inklusive Absichten in der Praxis häufig still und leise. Ein Spielplatz kann hervorragende inklusive Ausstattung haben und dennoch für viele Familien schlecht funktionieren, wenn der Weg dorthin uneben, eng, schlecht instand gehalten oder durch Stufen unterbrochen ist. Der Wegplanung sollte früh im Projekt Aufmerksamkeit geschenkt werden, möglichst vor der Geräteauswahl, nicht nachträglich, wenn die Anordnung bereits feststeht.

Transferpunkte und Spiel auf Bodenniveau

Nicht jedes Kind, das erhöhte Spielausstattung nutzen möchte, kann selbstständig hinaufklettern, und nicht jedes Kind, das ein Mobilitätshilfsmittel nutzt, versucht überhaupt einen Wechsel (Transfer) durchzuführen. Dazu tragen zwei sich ergänzende Ansätze bei. Transferpunkte sind gezielt gestaltete Elemente, etwa eine Plattform oder Stufe bestimmter Höhe und Ausführung, die es einem Kind ermöglicht, mit entsprechender Unterstützung vom Rollstuhl auf die Spielausstattung zu wechseln, wodurch Kindern, die einen solchen Wechsel durchführen können und möchten, das Erlebnis erhöhten Spiels ermöglicht wird. Spiel auf Bodenniveau hingegen bietet Aktivitäten, die überhaupt kein Klettern oder Umsteigen erfordern: Spieltafeln, interaktive Elemente und Spiele, die in einer Höhe und an einer Position angebracht sind, die ein Kind direkt aus dem Rollstuhl, im Stehen oder vom Boden aus erreichen kann.

Beide Ansätze sind wichtig und richten sich an unterschiedliche Kinder und unterschiedliche Momente. Ein gut durchdachter Spielplatz bietet in der Regel eine Kombination beider Ansätze, statt sich auf eine einzige Strategie zu verlassen, um die Bedürfnisse aller Nutzer abzudecken.

Unterschiedliche Stufen körperlicher Herausforderung

Inklusives Design bedeutet nicht, Herausforderungen vom Spielplatz zu entfernen. Kindern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher körperlicher Fähigkeiten nützt eine echte Vielfalt an Schwierigkeitsstufen, von sanften, risikoarmen Aktivitäten, die Selbstvertrauen aufbauen, bis zu anspruchsvolleren körperlichen Herausforderungen, die ältere oder körperlich fähigere Kinder ansprechen. Ein Spielplatz, der nur einfache Optionen bietet, riskiert, für viele Nutzer zu wenig anregend zu wirken, während ein Spielplatz, der ausschließlich um anspruchsvolle Ausstattung herum gebaut ist, jüngere Kinder oder Kinder mit eingeschränkterer Mobilität ausschließen kann.

Ziel ist eine schrittweise Herausforderungsleiter innerhalb eines einzigen Spielplatzes, sodass Kinder unterschiedlicher Fähigkeiten etwas angemessen Herausforderndes für sich finden können, wobei die Fähigkeiten des Kindes, nicht eine künstliche Grenze in der Geräteanordnung, bestimmen, was das Kind ausprobieren möchte. Das kommt auch Kindern zugute, deren Fähigkeiten sich mit der Zeit weiterentwickeln, denn derselbe Spielplatz bleibt interessant, während das Kind wächst oder an Selbstvertrauen gewinnt.

Multisensorische Spielelemente

Spiel ist nicht nur körperliche Aktivität. Elemente, die in unterschiedlichen Kombinationen Gehör, Tastsinn, Sehen und Bewegung ansprechen, erweitern die Teilnahmemöglichkeiten für Kinder mit unterschiedlichen sensorischen Profilen, einschließlich blinder oder sehbehinderter Kinder, gehörloser oder hörbehinderter Kinder sowie Kinder mit Unterschieden in der sensorischen Verarbeitung. Musikalische oder klangerzeugende Elemente, taktile Tafeln mit unterschiedlichen Texturen, visuell kontrastreiche Farben und Formen, die bei der Orientierung helfen, sowie bewegungsbasierte Ausstattung, die vestibuläre und propriozeptive Reize bietet, tragen gemeinsam zu einem reichhaltigeren sensorischen Erlebnis für jeden Nutzer bei, nicht nur für Kinder mit einer bestimmten Diagnose.

Für einen detaillierteren Überblick darüber, wie Sinnes- und Bildungselemente innerhalb eines Spielplatzkonzepts funktionieren, siehe unseren Beitrag zu Bildungs- und Sinnesspiel.

Sensorisch angepasste und ruhige Zonen

Lebendige, farbenfrohe Spielplätze mit vielen Reizen passen hervorragend zu vielen Kindern und, gleichermaßen, zumindest in bestimmten Momenten, überhaupt nicht zu anderen. Kindern mit Autismus, Angststörungen oder sensorischer Überempfindlichkeit sowie zahlreichen neurotypischen Kindern an manchen Tagen nützt eine nahegelegene ruhigere Zone: ein Bereich mit reduzierten visuellen und akustischen Reizen, weicheren Materialien, einem gewissen Grad an Geschlossenheit oder Sichtschutz sowie einem klaren räumlichen Abstand zu den lebhaftesten und lautesten Teilen des Spielplatzes.

Solche Zonen funktionieren am besten, wenn sie wirklich Teil des Designs sind, nicht nur übrig gebliebener Raum. Sie sollten leicht erreichbar sein, ohne durch Bereiche mit der höchsten Aktivität zu führen, ausreichend einsehbar, damit eine beaufsichtigende erwachsene Person weiterhin einen klaren Überblick hat, und ausreichend angenehm, damit ein Kind dort eine Weile verweilen kann, ohne sich unangemessen oder exponiert zu fühlen.

Sichtbarkeit und Aufsicht

Jeder Spielplatz hängt davon ab, dass Erwachsene die Kinder sehen können, für die sie verantwortlich sind, und inklusive Spielplätze bringen dabei eine zusätzliche Dimension mit sich: Eltern oder Betreuungspersonen eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen benötigen häufig einen klaren, nahen Überblick, um sich sicher genug zu fühlen, das Kind selbstständig erkunden zu lassen. Anordnungen, die Aktivität hinter hohen Konstruktionen, dichter Bepflanzung oder ungünstigen Winkeln verbergen, können Betreuungspersonen still davon abhalten, ihrem Kind freie Bewegung zu erlauben, wodurch genau die Selbstständigkeit untergraben wird, die gutes inklusives Design eigentlich fördern soll.

Dazu tragen Bänke bei, die an Stellen mit klarem Überblick über die Hauptspielzonen platziert sind, Wege, die Betreuungspersonen angemessen nah an der Ausstattung halten, die ihr Kind nutzt, und Anordnungen, die unnötige Sichtbarrieren vermeiden. Über Aufsicht sollte gemeinsam mit Barrierefreiheit und Herausforderungsstufen gesprochen werden, nicht als separates Thema, das nachträglich gelöst wird.

Inclusive playground with accessible boardwalk ramps, sensory panels and a child using a wheelchair at a sand table

Welche baulichen Merkmale machen einen Spielplatz für Kinder mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich?

Bauliche Zugänglichkeit erfordert ebene oder leicht geneigte bodennahe Wege vom Eingang zu den wichtigsten Aktivitätszonen, Transferstellen, die einem Kind den Wechsel aus dem Rollstuhl mit minimaler Anstrengung ermöglichen, Geräte auf unterschiedlichen Höhen mit verschiedenen Zugangsarten sowie einen Boden, der die Fortbewegung mit dem Rollstuhl unterstützt. Fallschutzplatten aus Gummi oder verdichtete Holzschnitzel bieten generell bessere Zugänglichkeit als lose Materialien wie Sand oder Kies.

Warum inklusives Design allen Nutzern zugutekommt, nicht nur Kindern mit Behinderung

Es lohnt sich, etwas klar auszusprechen, das in Diskussionen über Barrierefreiheit manchmal untergeht: Elemente, die mit Blick auf Behinderung und sensorische Bedürfnisse gestaltet wurden, machen einen Spielplatz in der Regel für nahezu alle seine Nutzer besser.

Breitere, stabile und gut nivellierte Wege erleichtern nicht nur einem Kind im Rollstuhl das Fortkommen, sondern auch einer Großmutter oder einem Großvater mit eingeschränkter Mobilität. Spiel auf Bodenniveau und Optionen an Transferpunkten ermöglichen es einem jüngeren Geschwisterkind, sicher in der Nähe eines älteren Kindes zu spielen, das Kletterausstattung nutzt. Eltern, die einen Kinderwagen schieben, profitieren von denselben glatten, hindernisfreien Wegen, die auch Rollstuhlnutzern die Fortbewegung ermöglichen. Eine ruhigere Sinneszone bietet jedem Kind, unabhängig von einer Diagnose, einen Ort zum Rückzug nach einem anstrengenden Morgen oder einfach einen ruhigeren Platz zum Sitzen mit einem Buch, während Bruder oder Schwester spielen. Eine vielfältige Bandbreite an Herausforderungsstufen bedeutet, dass ein Spielplatz für ein Kind über mehrere Besuchsjahre hinweg interessant bleibt, statt in einer einzigen Saison "herausgewachsen" zu werden.

So betrachtet ist inklusives Design schlicht gute allgemeine Praxis bei der Gestaltung eines wirklich öffentlichen Raums. Städte, die darin investieren, bauen keine spezialisierte Einrichtung für eine enge Nutzergruppe, sondern einen Spielplatz, der für die gesamte Gemeinschaft, die ihn tatsächlich nutzen wird, besser funktioniert, unabhängig von Alter, Fähigkeiten und Lebensumständen.

Worauf bei der Planung eines inklusiven Spielplatzprojekts zu achten ist

Die folgenden Fragen bieten eine nützliche Ausgangscheckliste für eine Stadt, Schule oder einen öffentlichen Auftraggeber, der den Umfang eines inklusiven Spielplatzprojekts erst definiert.

Für allgemeine Hinweise zur Strukturierung eines Spielplatzprojekts vom Konzept bis zur Umsetzung siehe unseren Beitrag zur Spielplatzplanung. Die Anforderungen eines Projekts unterscheiden sich zudem erheblich je nach Umfeld. Eine hilfreiche zusätzliche Ressource ist unser Leitfaden zur Auswahl von Spielplatzlösungen nach Raum und Nutzertyp, der bei der Definition der oben genannten Frage zur Nutzergemeinschaft helfen kann.

  • Wer ist die vorgesehene Nutzergemeinschaft für diesen konkreten Standort, und wurde diese Gemeinschaft, einschließlich, wo möglich, lokaler Behindertenverbände oder Elternvereine, bereits in einer frühen Phase in den Prozess eingebunden?
  • Wie sieht der umgebende Raum aus: Parkplatz, Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bestehende Wege, Geländeneigung und natürliche Hindernisse zwischen Eingang und Spielplatz?
  • Welche Bodenbelagsoptionen sind angesichts Budget und Klima realistisch, und wie werden sie sich für Hilfsmittel auf Rädern im Laufe der Zeit verhalten, nicht nur am Tag der Installation?
  • Umfasst das Konzept eine echte Kombination aus Spiel auf Bodenniveau, über Transferpunkte zugänglichem Spiel und erhöhtem Spiel, statt die gesamte Aktivität auf einer einzigen Ebene zu konzentrieren?
  • Gibt es eine klare Bandbreite an Herausforderungsstufen innerhalb der Geräteanordnung, sodass unterschiedliche Altersgruppen und Fähigkeiten etwas angemessen Anregendes finden?
  • Ist eine ruhigere Zone mit reduzierter Reizmenge als integraler Bestandteil der Anordnung geplant, nicht nachträglich hinzugefügt, falls der Raum es zulässt?
  • Wurde bei der Geräteanordnung die Sichtbarkeit für beaufsichtigende Erwachsene berücksichtigt, besonders in der Nähe ruhiger oder sensorischer Zonen?
  • Welche lokalen Richtlinien, Vorschriften oder Förderanforderungen zur Barrierefreiheit gelten für dieses konkrete Projekt, und wurde das mit der zuständigen Behörde bestätigt?
  • Wie wird das Projekt im Laufe der Zeit instand gehalten, angesichts der Tatsache, dass Abnutzung von Bodenbelag, Wartung der Ausstattung und der Wege die langfristige Barrierefreiheit ebenso beeinflussen wie das anfängliche Design selbst?
  • Gibt es im Plan Raum für die schrittweise Einführung zusätzlicher inklusiver Elemente im Laufe der Zeit, falls das Budget nicht alles auf einmal zulässt?

Hinweis zu Barrierefreiheitsstandards und Aussagen

Dies ist ein Bereich, in dem Klarheit wichtiger ist als Überzeugungskraft. Es gibt keine einzige, universelle Norm für Barrierefreiheit, die weltweit einheitlich auf Spielplätze angewendet würde. Richtlinien zur Barrierefreiheit, Bauvorschriften und Gestaltungsanforderungen unterscheiden sich erheblich von Land zu Land, teils sogar von einer lokalen Gebietskörperschaft zur nächsten, und sie verändern sich weiterhin mit der Zeit. Ein Element, das auf einem Markt als gute Praxis gilt, kann auf einem anderen durch eine konkrete, rechtlich verbindliche Anforderung geregelt sein oder überhaupt nicht formell reguliert sein. Wer ein inklusives Spielplatzprojekt plant, sollte die anwendbaren lokalen Normen und Barrierefreiheitsanforderungen direkt mit der für den konkreten Standort zuständigen Behörde prüfen, statt anzunehmen, dass ein allgemeiner Branchenansatz automatisch die lokalen Vorschriften erfüllt.

Ebenso wichtig ist es, zwei getrennte Normkategorien klar zu unterscheiden. Sicherheitsnormen für Spielplätze, wie EN 1176 und EN 1177 im europäischen Kontext, regeln strukturelle Sicherheit, freie Fallhöhen, stoßdämpfende Eigenschaften von Bodenbelägen und ähnliche Anforderungen an die physische Sicherheit. Es handelt sich um gut etablierte und breit anerkannte Normen, und REDOX plant und produziert Ausstattung mit genauem Blick auf diese Sicherheitsanforderungen. Die Erfüllung einer Sicherheitsnorm ist jedoch nicht gleichbedeutend mit der Erfüllung einer Barrierefreiheits- oder Inklusionsnorm. Ein Spielplatz kann vollständig mit anerkannten Sicherheitsnormen übereinstimmen und dabei erhebliche Mängel in der Barrierefreiheit aufweisen, und grundsätzlich ist auch der umgekehrte Fall denkbar. Diese beiden Kategorien beantworten unterschiedliche Fragen und sollten in Projektdokumentation, Marketingmaterialien oder öffentlicher Kommunikation niemals vermischt werden. Weitere Informationen darüber, was eine solche Sicherheitsnorm tatsächlich umfasst, finden Sie in unserem Beitrag, was EN 1176 ist.

Wie REDOX an inklusives Design herangeht

REDOX plant und produziert im Rahmen seines regulären Ausstattungsangebots inklusive Spielausstattung, einschließlich Transferpunkten, Elementen für Spiel auf Bodenniveau und sensorischen Elementen. Wie diese Ausstattung jedoch kombiniert und angeordnet wird, wird als Teil der Planung und des konzeptionellen Gesprächs für jedes einzelne Projekt betrachtet, nicht als einheitliches, vorab definiertes Paket für jeden Standort angewendet. Da sich Zustand des Standorts, Nutzerpopulation, lokale Barrierefreiheitsanforderungen und Budget von Projekt zu Projekt erheblich unterscheiden, funktioniert die Entscheidung, welche inklusiven Elemente für einen bestimmten Spielplatz sinnvoll sind, am besten als Gespräch in einer frühen Phase des Designprozesses, nicht als vorab festgelegte, nachträglich getroffene Auswahl.

In der Praxis bedeutet das, dass Projektteams ermutigt werden, Einzelheiten zu ihrem Standort und den Bedürfnissen der vorgesehenen Nutzer zu teilen, damit barrierefreie Wege, Optionen für Spiel auf Bodenniveau und über Transferpunkte, sensorische Elemente und Ruhezonen genau für diesen konkreten Kontext geprüft und gestaltet werden können. Dieser von Fall zu Fall betrachtete, kooperative Ansatz spiegelt das eigentliche Wesen inklusiven Designs wider: einen realen Prozess der Abstimmung von Gestaltungsentscheidungen auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Gemeinschaft, keine Kriterienliste, die unabhängig vom Kontext einheitlich angewendet wird.

Kontakt

Sie planen ein Spielplatzprojekt? Senden Sie uns Ihre Standortdaten und Ziele, und das REDOX Team hilft Ihnen, daraus ein konkretes Konzept und eine technische Lösung zu entwickeln.

Verwandte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine einzige offizielle Norm, die einen inklusiven Spielplatz definiert?
Nein. Es gibt keine einzige universelle Norm für Barrierefreiheit, die für Spielplätze in allen Märkten gelten würde. Richtlinien und Anforderungen zur Barrierefreiheit unterscheiden sich erheblich je nach Land und Markt und verändern sich mit der Zeit, weshalb die anwendbaren lokalen Normen stets für das konkrete Projekt zu prüfen sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem barrierefreien und einem inklusiven Spielplatz?
Barrierefrei bezieht sich im Allgemeinen auf physischen Zugang: Wege, Bodenbeläge und Eingangspunkte. Inklusiv ist ein weiterer Begriff, der physische, sensorische und kognitive Unterschiede gemeinsam berücksichtigt, mit dem Ziel, Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen das Spiel im selben Raum zu ermöglichen.
Kann jeder Spielplatz vollständig inklusiv werden?
Inklusives Design versteht man am besten als Spektrum und dauerhaftes Ziel, nicht als endgültigen, festen Zustand. Zustand des Standorts, Budget und lokaler Kontext beeinflussen, in welchem Maß sich einzelne Elemente integrieren lassen, und Verbesserungen lassen sich häufig schrittweise über die Zeit einführen.
Was sind Elemente des Spiels auf Bodenniveau, und warum sind sie wichtig?
Es handelt sich um Elemente, die Kinder ohne Klettern oder Umsteigen nutzen können, etwa Sinnestafeln oder barrierefreie interaktive Tafeln, die in einer für die sitzende Position geeigneten Höhe angebracht sind. Sie ermöglichen Kindern, die nicht klettern können oder wollen, die Teilnahme am selben Ort wie ihre Altersgenossen.
Bietet REDOX ein eigenes Sortiment an inklusiver Spielplatzausstattung an?
Ja. REDOX plant und produziert im Rahmen seines regulären Angebots inklusive Spielausstattung, die für die Einbeziehung von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und sensorischen Bedürfnissen gestaltet ist, einschließlich Transferpunkten, Spiel auf Bodenniveau und sensorischen Elementen. Welche dieser Elemente für ein bestimmtes Projekt geeignet sind, wird von Fall zu Fall im Rahmen der Planung und des konzeptionellen Gesprächs betrachtet, da sich Zustand des Standorts und lokale Barrierefreiheitsanforderungen unterscheiden. Dieses Angebot stellt keine Aussage über universelle Barrierefreiheit oder vollständige regulatorische Konformität für einen bestimmten Markt dar; das ist für jedes Projekt separat zu prüfen. Projektteams können ihre Ziele und Standortdetails gerne für ein Gespräch mitteilen.
Wie sollte eine Stadt mit der Planung eines inklusiven Spielplatzes beginnen?
Ein nützlicher Anfang ist die Einbindung der vorgesehenen Nutzergemeinschaft, möglichst einschließlich lokaler Behindertenverbände oder Elternvereine, bereits in einer frühen Planungsphase, mit barrierefreien Wegen, Spiel auf Bodenniveau und sensorischen Elementen, die von Anfang an eingeplant sind.
Kommen Elemente inklusiven Designs auch Kindern ohne Behinderung zugute?
Ja. Breitere, stabile Wege, vielfältige Herausforderungsstufen und ruhigere Sinneszonen nützen in der Regel Geschwistern, Großeltern, Eltern mit Kinderwagen sowie jedem Kind, das einen ruhigeren Raum bevorzugt. Es handelt sich, allgemein betrachtet, um gute Praxis bei der Gestaltung eines gemeinsamen öffentlichen Raums.
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