In der Praxis wird der Begriff Themenspielplatz häufig auf ein Farbschema oder ein aufgemaltes Motiv reduziert, das an Standardgeräten angebracht wird. Ein echter Themenspielplatz geht weiter: Er beginnt mit einem Konzept, das heißt einem Raum, einer Geschichte, einer Nutzergruppe und einer Identität des Standorts, und dieses Konzept bestimmt dann die Wahl von Geräten, Materialien, Formen, Farben und Funktionsbereichen. Der Unterschied ist nicht kosmetischer Natur, sondern betrifft den Designprozess selbst: Das Thema prägt Anordnung und Produktion, anstatt am Ende als Dekoration hinzugefügt zu werden.
Dieser Artikel erklärt, was ein Themenspielplatz tatsächlich ist, wie er sich von einer Standardanlage unterscheidet, wie ein Konzept zu echter und sicherer Ausrüstung wird, und wann ein solcher Ansatz für Städte, Kindergärten, Hotels, Campingplätze und andere öffentliche oder touristische Räume sinnvoll ist. Ziel ist nicht zu behaupten, dass der thematische Ansatz immer besser ist, sondern zu zeigen, wann ein Raum von einem ausgeprägten Identitätsgefühl, Bildungswert oder einem stärkeren Besuchserlebnis profitiert und wie das auf verantwortungsvolle Weise entwickelt werden kann.