Ein strukturierter Vergleich bewertet Angebote üblicherweise anhand mehrerer Dimensionen:
Übereinstimmung der Ausstattungsspezifikation, also wie gut die vorgeschlagene Ausstattung den in der Spezifikation genannten funktionalen Anforderungen entspricht, einschließlich Altersgruppe, Kapazität, Aktivitätsarten und Maßübereinstimmung.
Qualität von Materialien und Oberflächenbehandlung, also ob die vorgeschlagenen Materialien, Beschichtungen und Oberflächen den in der Spezifikation beschriebenen Haltbarkeitsanforderungen für die konkreten Standortbedingungen entsprechen.
Montageumfang, also was tatsächlich im Preis enthalten ist: Fundamente, Barrierefreiheitslösungen, Standortvorbereitung und Koordination mit anderen Gewerken, gegenüber dem, was separat beschafft werden muss.
Dokumentation und Zertifizierung, also ob das Angebot Konformitätszertifikate einer unabhängigen akkreditierten Stelle, Prüfberichte und technische Datenblätter enthält, die die Spezifikation verlangt hat, oder ob diese erst für einen späteren Zeitpunkt zugesagt werden.
Gewährleistungsbedingungen, also Dauer und Umfang der Gewährleistung, was sie abdeckt und was einen Reklamationsanspruch auslösen würde.
Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, also nicht nur der Montagepreis, sondern auch die voraussichtlichen Kosten für Wartung, Ersatzteile und mögliche Erneuerung während der erwarteten Nutzungsdauer der Ausstattung.
Die Gewichtung dieser Kriterien ist Sache der eigenen Bewertungsrichtlinie des Auftraggebers, und die Gewichtung muss häufig einem bestimmten Vergaberahmen folgen statt einer generischen Vorlage. Für diesen Leitfaden ist wichtig, dass der Preis als eines von mehreren Kriterien behandelt wird, nicht als der einzige entscheidende Faktor.