Inspektion ist kein einmaliges Ereignis. Es ist ein gestuftes System, üblicherweise beschrieben anhand von drei Stufen, die sich in Häufigkeit, Tiefe und Zuständigkeit unterscheiden.
Routinemäßige Sichtprüfung
Die routinemäßige Sichtprüfung ist die häufigste und technisch einfachste der drei Stufen. Sie wird üblicherweise von einer Person durchgeführt, die ohnehin regelmäßig vor Ort ist, etwa Grünflächenpersonal, Parkmitarbeiter oder Hausmeister, und erfordert keine spezialisierte Ausbildung in Spielplatzsicherheit. Der Zweck ist einfach: das Gelände abgehen und alles erfassen, was offensichtlich nicht in Ordnung ist. Dazu gehören gebrochene oder fehlende Bauteile, Vandalismus, durch Beschädigung entstandene scharfe Kanten, Müll oder Glasscherben, freiliegende Fundamente, stehendes Wasser und alles andere, was eine aufmerksame Person vernünftigerweise als Gefahr erkennen würde.
Was die routinemäßige Sichtprüfung wertvoll macht, ist nicht ihre fachliche Tiefe, sondern ihre Konsistenz. Eine kurze Prüfung, die zuverlässig nach festem Rhythmus erfolgt, deckt Probleme auf, solange sie noch klein sind.
Funktionsinspektion
Die Funktionsinspektion liegt zwischen der routinemäßigen Sichtprüfung und der jährlichen Hauptinspektion, sowohl in der Häufigkeit als auch in der Tiefe. Es handelt sich um einen detaillierteren Blick auf Verschleiß, Standsicherheit und den Zustand von beweglichen und konstruktiven Bauteilen.
Jährliche Hauptinspektion
Die jährliche Hauptinspektion ist die tiefgehendste und seltenste der drei Stufen und wird üblicherweise etwa einmal jährlich durchgeführt. Es handelt sich um eine umfassende Prüfung des gesamten Spielplatzes, die konstruktive Sicherheit, den Zustand der Fundamente, die kumulativen Auswirkungen der Witterung sowie den Gesamtverschleiß jedes Ausstattungsteils und jeder Fläche umfasst.